Unsere Geschichte

Das Schlierbacher Kammerorchester
Das Schlierbacher Kammerorchester

Die Heidelberger Sinfoniker wurden im Herbst 1993 aus der Taufe gehoben und debütierten am 1. Januar 1994 im Mannheimer „Rosengarten“ mit Beethovens „Neunter Sinfonie“. Ihre Geschichte beginnt jedoch wesentlich früher.

Im März 1987 gründete der Dirigent Thomas Fey noch während seines Musikstudiums ein Ensemble für Alte Musik, das Schlierbacher Kammerorchester. Die Besetzung bestand aus besonders begabten und ambitionierten jungen Musikerinnen und Musikern aus ganz Deutschland.

Der ungewöhnlich spannungsreiche und differenzierte Aufführungsstil des Orchesters wurde entscheidend mitgeprägt durch eine intensive Schulung in „Historischer Aufführungspraxis“ bei Nikolaus Harnoncourt am Salzburger Mozarteum. „Ein großer Klangkörper auf dem Weg in eine ruhmreiche Zukunft“, schrieb die Süddeutsche Zeitung nach einem von mehreren hundert Konzerten der folgenden Jahre.

Im Zuge einer planvollen, quasi chronologischen Erarbeitung der Orchesterliteratur beschäftigten sich Thomas Fey und seine Musiker zunächst besonders eingehend mit Händel (u.a. den großen Oratorien) und mit Mozart. Ihm widmeten sie ab seinem 200. Todesjahr 1991 das Musikfestival „Heidelberger Mozartwochen“. Als schließlich die großen Sinfonien der Wiener Klassik erreicht waren – Werke, welche die Kammerorchester-Besetzung sprengten –, entschloss man sich zur Gründung der Heidelberger Sinfoniker.

Die Heidelberger Sinfoniker im Tonstudio
Die Heidelberger Sinfoniker im Tonstudio (Foto: Rosa Frank)

Das neue Sinfonieorchester feierte erste Erfolge mit einem Beethoven-Zyklus und begann zugleich die regelmäßige Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Solisten, darunter Rudolf Buchbinder, Thomas Zehetmair, Cyprien Katsaris, Bernd Glemser und Nelson Freire. Es folgten Gastspiele in vielen Ländern Europas und in Südamerika sowie Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen und insbesondere für CD.

Mittlerweile umfasst das Repertoire der Heidelberger Sinfoniker weite Teile der „Wiener Klassik“, darunter eine große Zahl der Sinfonien und Solokonzerte von Haydn, Mozart und Beethoven. Zunehmend sind auch Werke des 19. Jahrhunderts darin vertreten, mit Schwerpunkt auf der frühen deutschen Romantik und bis hin zu Johann Strauß.