Ludwig van Beethoven: Sinfonien Nr. 4 & Nr. 6

Ludwig van Beethoven: Sinfonien Nr. 4 & Nr. 6
hänssler Classic CD 98.396
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Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale"

Heidelberger Sinfoniker
Leitung: Thomas Fey

Erschienen: 2001
Aufnahme: März 2001, Bürgerhaus Mörlenbach / Mai 2001, Gesellschaftshaus Heidelberg-Pfaffengrund

 

Auszeichnungen

Nominiert für den "Cannes Classical Award" 2003!
CD des Monats (Classics Today, USA)
CD des Monats (Répertoire des disques compacts, Frankreich)

Kritiken zu dieser CD

Superlative sind gefährlich, doch angesichts dieser überragenden CD kann man sie leichten Herzens riskieren: Dies sind die in ihrer Detailtreue fesselndsten, engagiertesten, emotional reichsten und lebenssprühendsten Aufnahmen von Beethovens Vierter und Sechster Sinfonie, die ich seit langem gehört habe.

Classics Today, USA

Viele von uns waren nicht schlecht erstaunt über die erste CD des Beethoven-Zyklus (Sinfonien Nr. 1 und 2) mit Thomas Fey und den Heidelberger Sinfonikern: Durch den Einsatz historischer Blechblasinstrumente und Pauken erzielen sie einen ganz speziellen Klang, der schon zum Markenzeichen ihrer Interpretationen des Bonner Genies geworden ist. „Jede Aufführung ist eine Uraufführung“ lautet das selbstgewählte Motto dieser herausragenden Musiker. Feys Interpretationen zeugen einerseits von seiner Vergangenheit als Harnoncourt-Schüler, andererseits aber von seiner Suche nach einem ganz persönlichen Werkverständnis, das vom Orchester vollkommen verinnerlicht wurde.
Die „Vierte“ erklingt lebhaft, mit ausgeprägtem rhythmischen Schwung und einer geradezu kammermusikalischen strukturellen Klarheit, eingebettet in den kraftvollen Instrumentalklang der Tutti-Passagen, wenn das gesamte Orchester loslegt. Die Streicher sind ein wahres Wunder an Genauigkeit und Perfektion, und in diesem Sinne wäre schon das Finale Allegro ma non troppo Grund genug für eine nachdrückliche Empfehlung dieser wunderbaren Einspielung. Die „Pastorale“ ist dann reine Poesie. Die Klangfarbe der historischen Blechblasinstrumente verleiht Feys Interpretation besonders im fünften Satz, dem poetischen Allegretto, eine unverwechselbare Note. Doch nicht allein wegen des wundervollen Timbres der Blechbläser (und auch aller anderen Stimmgruppen) verdient diese „Pastorale“ zu den besten der letzten Jahre gezählt zu werden, sondern vor allem wegen ihres erlesenen Lyrismus und der beispielhaften Klarheit in der Herausarbeitung der musikalischen Linien.
Während so manche Star-Dirigenten (zum Beispiel Ozawa) in ihren Einspielungen bei großen Labels zu diesen Werken wenig zu sagen haben und trotzdem gefeiert werden, verwirklichen Fey und seine Truppe hier ganz im Stillen und ohne großen Marketing-Rummel einen meisterhaften und äußerst frischen Beethoven-Zyklus.

CD Compact, Spanien

Fey präsentiert uns hier eine weitere glanzvolle CD, risikofreudig und von unerwarteter Originalität ... Seine 'Vierte' legt er gleich einem Schauspiel an, das außerordentliche Lebhaftigkeit mit extremer Euphorie vereint (der Jubel der Musiker lässt den Klangraum bersten!), und dessen Überdramatisierung diese doch so oft heruntergeleierte Partitur jeglicher beruhigender Sicherheit beraubt. Sein Beethoven lodert und knistert am Rande des Zusammenbruchs ... Er vereint sowohl die Ausarbeitung von Details als auch das unaufhaltsame Fortschreiten mit einer verblüffend intelligenten Lesart und struktureller Einheit. Nicht weniger bemerkenswert seine 'Pastorale', sicherlich näher an Haydn als an der Vorromantik ... In diesen beiden Sinfonien haben weder Norrington noch Harnoncourt noch Gardiner, seine Hauptrivalen auf diesem Gebiet, vergleichbare Höhen erreicht; Höhen, welche einzig Barenboim - freilich mit einer vollkommen anderen Sichweise - kürzlich zu übertreffen imstande war.

Répertoire des disques compacts, Frankreich

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