Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonien Vol. 6

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonien Vol. 6
hänssler Classic CD 98.577
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Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“

Eleonore Marguerre, Sopran I
Ulrika Strömstedt, Sopran II
Markus Schäfer, Tenor
Deutscher Kammerchor
Heidelberger Sinfoniker
Leitung: Thomas Fey

Erschienen: 2009
Aufnahme: 25./26. März 2009, Kongresshaus Stadthalle Heidelberg; korrigierter Konzertmitschnitt

Kritiken zu dieser CD

Das Mendelssohn Jahr geht zu Ende und mit ihm ein Großprojekt der Heidelberger Sinfoniker: Binnen eines Jahres spielte das Orchester unter der Leitung von Thomas Fey sämtliche Sinfonien des Komponisten ein, dessen 200. Geburtstag die Musikwelt mit zahlreichen Produktionen und Konzerten beging.

Neben den zwölf Streichersinfonien des jungen Mendelssohn nahmen die Heidelberger auch die fünf großen Werke auf: Den Abschluss bildeten in der bei Hänssler erschienenen Reihe mit insgesamt sechs CDs die »Schottische« und die »Lobgesang« Sinfonie mit Vokalsolisten, Chor und Orchester. Letztere kam nun als leicht korrigierter Live Mitschnitt des Konzerts im Rahmen des letztjährigen »Heidelberger Frühlings« heraus und zeigt die Heidelberger Sinfoniker mit den Solisten Eleonore Marguerre, Ulrika Strömstedt und Markus Schäfer sowie dem Deutschen Kammerchor als agile Truppe von mitreißender Musikalität. Fey bevorzugt ein insgesamt schlankes, transparentes Klangbild, das vor allem durch die präzise gezeichnete Artikulation der Streicher glänzt.

Da wird weder der Ton dick aufgetragen noch durch übermäßiges Vibrato eine Sämigkeit im Lyrischen angestrebt, die Mendelssohn selbst erst im späten 19. Jahrhundert angedichtet wurde. Der »Lobgesang« erscheint so weniger als dramatisch sinfonisches denn als oratorisch religiöses Werk. Die exzellenten Bläser besonders tonschön Klarinetten und Fagott ­bestimmen häufig den Gesamtklang.

Der Deutsche Kammerchor singt in dieser Aufnahme sicher und klar, gut wortverständlich und dynamisch differenziert. Von den Solisten herausragend ist der Tenor Markus Schäfer mit sicherer Höhe und schönen Lyrismen, die aber nie verkleistert werden.

Matthias Roth, Rhein-Neckar-Zeitung

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