Thomas Zehetmair

Seine Ausbildung erhielt der 1961 in Salzburg geborene Geiger und Dirigent Thomas Zehetmair an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum zunächst durch seinen Vater, den Violinpädagogen Helmut Zehetmair, der seit 1974 eine Professur an dieser Institution inne hatte und neben seinem Sohn weitere international arrivierte Künstlerpersönlichkeiten wie Lukas und Veronika Hagen oder Oswald Sallaberger zu seinen Studierenden zählte. Meisterkurse führten Thomas Zehetmair unter anderem zu Franz Samohyl (1912–1999), Max Rostal (1905–1991) und Nathan Milstein (1903–1992).

16-jährig debütierte der Geiger bei den Salzburger Festspielen, 1978 gewann er beim Internationalen Mozart-Wettbewerb den ersten Preis, im Folgejahr gab er sein Debüt im Wiener Musikverein. Seither verfolgt er eine rege Tournee- und Konzerttätigkeit und tritt regelmäßig mit international bedeutenden Orchestern und namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Frans Brüggen, Christoph von Dohnanyi, Christoph Eschenbach, John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Heinz Holliger, Charles Mackerras, Roger Norrington, Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen und Jukka-Pekka Saraste auf.

Neben seiner Karriere als Solist wirkt Zehetmair als Kammermusiker und Dirigent. Er arbeitete unter anderem mit Alfred Brendel, Heinrich Schiff, Pierre-Laurent Aimard und Tabea Zimmermann zusammen und gründete 1994 das Zehetmair Quartett, das mit seiner ersten Konzerttournee 1998 zu einem international gefragten Ensemble avancierte und sowohl in Europa als auch in den USA und Japan reüssiert. Zu den besonderen Höhepunkten des nunmehr fast 20-jährigen Konzertierens dieses Quartetts gehören unter anderem die zyklische Aufführung aller Streichquartette von Robert Schumann in der Londoner Wigmore Hall, die Uraufführung des Streichquartetts Nr. 2 von Heinz Holliger sowie das Debüt bei den Salzburger Festspielen 2010.

Für die bei ECM produzierten Einspielungen von Béla Bartóks Streichquartett Nr. 5 und Robert Schumanns Streichquartetten Nr. 1 und 3 wurde das Ensemble mit dem Diapason d’Or, dem Gramophone Award (Record of the Year) und dem Klara Preis für die beste internationale Produktion des Jahres ausgezeichnet. 2Thomas Zehetmair Als Gastdirigent stand Zehetmair renommierten Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Barcelona Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Hungarian National Orchester, dem Toronto Symphony Orchestra etc. vor. Von 2002 bis 2014 prägte er als Chefdirigent die Royal Northern Sinfonia in England, der er als Conductor laureate auch zukünftig verbunden bleibt. Seit der Saison 2011/12 fungiert er als Artistic Partner des St. Paul Chamber Orchestra, USA, hinzu kam mit der Spielzeit 2012/13 die Funktion des Chefdirigenten des Orchestre de chambre de Paris.

Als vielseitiger, auf verschiedenen Terrains höchst versierter Künstler zählt Thomas Zehetmair seit geraumer Zeit zu den bedeutendsten Geigern seiner Generation. Internationales Ansehen genießt er im Besonderen auf Grund seiner hervorragenden Interpretation vorklassischer und klassischer, aber auch zeitgenössischer Violinmusik. Ausgewählte Einspielungen seines umfangreichen Repertoires wurden in der Fachliteratur als Referenzaufnahmen apostrophiert. Für seine herausragenden Leistungen als Geiger, Kammermusiker und Dirigent erhielt Zehetmair im Juli 2012 die Ehrendoktorwürde der Universität Newcastle

Michael Hofstetter

Michael Hofstetter dirigiert an vielen renommierten Opernhäusern, bei Orchestern und Festivals: Dazu zählen unter anderem die Bayerische, die Hamburgische, die Hannoversche und die Stuttgarter Staatsoper, fernerhin das Theater an der Wien, die Royal Opera Copenhagen, die Welsh National Opera, die English National Opera, die Houston Grand Opera sowie die Canadian Opera Company Toronto und andere mehr. Zukünftige Engagements führen ihn unter anderem wieder zu den Internationalen Händelfestspiele Halle, zum Orchestre National d‘Île de France und zu den Internationalen Gluck-Festspielen Nürnberg.

Der gebürtige Münchner begann seine Karriere an den Theatern in Wiesbaden (Kapellmeister) und Gießen (Generalmusikdirektor) und war außerdem Professor für Orchesterleitung und Alte Musik an der Universität Mainz.

Als Chefdirigent prägte er von 2005 bis 2012 die Ludwigsburger Schlossfestspiele durch Aufführungen und Ersteinspielungen wenig bekannter Werke von Salieri, Gluck, Cimarosa und Hasse sowie einer Welturaufführung von E.T.A. Hoffmann. Zuletzt feierte die Presse hier seine Aufführungen von Verdi und Wagner auf Originalklanginstrumenten. Michael Hofstetter machte sich ebenso einen Namen durch die mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Herbert Wernicke am Theater Basel. Von 2000 bis 2006 Chefdirigent des Genfer und von 2006 bis 2013 des Stuttgarter Kammerorchesters, erarbeitete er dort Uraufführungen unter anderem von Werken der Komponisten Moritz Eggert, Fazil Say, Richard van Schoor und Helmut Oehring. Seit Herbst 2012 ist er erneut Generalmusikdirektor des Stadttheater Giessen und prägte bis 2016 als Chefdirigent das recreation Grosses Orchester Graz und das von ihm mitgegründete styriarte Festspiel-Orchester. 2018 dirigierte Michael Hofstetter zur Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth (UNESCO-Weltkulturerbe) Hasses Oper 'Artaserse'.

Im Fachmagazin »Opernwelt« wurde Michael Hofstetter in der jährlichen Kritikerbefragung mehrmals als 'Dirigent des Jahres' nominiert; zuletzt 2011 mit seiner Produktion von Hasses »Didone Abbandonata« am Prinzregententheater München und 2013 für seine Leistungen als Generalmusikdirektor in Gießen. Für sein Engagement im Bereich Operette erhielt er die Robert-Stolz- Medaille, seine Arbeit bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen wurde mit dem Horst-Stein-Preis gewürdigt.

Michael Hofstetter veröffentlichte zahlreiche Einspielungen bei OehmsClassics sowie bei den Labels cpo, Orfeo, Deutsche Grammophon, SONY und Virgin Records. Die CD »Rossini: Arien und Ouvertüren« erhielt 2008 den »Orphée du meilleur interprète« der Académie du Disque Lyrique Frankreich, die CD »Hasse reloaded« wurde in die Bestenliste 2012 der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. 2019 erscheinen bei OehmsClasscis die Ersteinspielung der Operette "Ein Herbstmanöver" von Emmerich Kálmán und die Oper "Oberon" von Carl Maria von Weber. Dezember 2018

Johannes Klumpp

Johannes Klumpp © Janine Kühn

 

„Es bedarf eines Dirigenten, der diesen Brückenschlag zwischen den Genres und Epochen „kann“: Johannes Klumpp (...) schiebt Klischees in die historische Ecke. Auf diese Weise klingen Grieg, Skalkottas, Bartók oder Mozart (...) völlig neu im Temperament, in der Direktheit, in ihrem rasanten Klangzauber."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Der in Stuttgart geborene Johannes Klumpp erlernte neben einem Violastudium sein Handwerk unter Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Gunter Kahlert in Weimar. 2007 machte er erstmals mit einem 2. Platz beim Dirigentenwettbewerb Besançon international auf sich aufmerksam. Es folgten Auszeichnungen beim Deutschen Hochschul-Wettbewerb „In memoriam Herbert von Karajan“, bei dem er sowohl mit dem Ersten Preis als auch einem Sonderpreis geehrt wurde, sowie 2011 beim Deutschen Dirigentenwettbewerb. Meisterkurse bei namhaften Dirigenten wie Kurt Masur, Gennady Rozhdestvensky und Michail Jurowski rundeten seine künstlerische Ausbildung ab, während derer Johannes Klumpp als „Maestro von Morgen“ vom deutschen Musikrat gefördert wurde.

Eine rege Konzerttätigkeit führt Johannes Klumpp derweil zu renommierten Orchestern, darunter das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer Symphoniker, die Dresdner Philharmonie, das WDR Funkhausorchester Köln, das Staatsorchester Stuttgart, die Münchener, Stuttgarter und Nürnberger Sinfoniker, das Russian Philharmonic Orchestra sowie die Kammerakademie Potsdam.Seine jüngste Einspielung mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Fagottisten Matthias Rácz mit Werken von Françaix, Tomasi, Jolivet und Villa-Lobos wurde von der Kritik hochgelobt.

Auch in der Oper wird Johannes Klumpp - als „Sängerdirigent par exellence“ von der Presse gepriesen – sehr geschätzt. Zuletzt erhielt sein Figaro am Tiroler Landestheater Innsbruck im Winter 2016/17 große Beachtung. Insbesondere dem Werk Mozarts fühlt sich Klumpp engverbunden; gleichzeitig umfasst sein vielfältiges Musiktheater-Repertoire bereits seit seiner Zeit als Erster Kapellmeister des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen Werke von Händels Flavio undMonteverdis Lamenti bis hin zu Verdis Aida, Puccinis Manon Lescaut, Nicolais Die Lustigen Weibervon Windsor und Gounods Faust.

Seit der Saison 2013/2014 arbeitet Johannes Klumpp als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter mitden jungen Musikern des Folkwang Kammerorchesters Essen. Seitdem konnte er die Aufmerksamkeit für das Orchester kontinuierlich steigern und dessen Profil schärfen. Auch hier legt er einen besonderen Schwerpunkt auf das Werk Mozarts, dem er eine ganze Konzertreihe widmet. Im Rahmen der Reihe ExtraKlang – veranstaltet im Weltkulturerbe Zeche Zollverein – entwickelt Johannes Klumpp innovative Programmformate, für die er unter anderem Kooperationen mit bekannten Persönlichkeiten wie dem Publizisten Roger Willemsen, dem Schauspieler Rufus Beck oder dem Oscar-nominierten Komponisten und Pianisten Hauschka konzipierte.

Auch die Form des moderierten Konzertes nutzt Johannes Klumpp regelmäßig, um den Dialog mit dem Publikum zu fördern. Er ist überzeugt: „In der heutigen Zeit müssen wir den Menschen den Weg zu dem zeigen, was wir so sehr lieben. Sie über die Schwelle führen.“ Dies gelingt auch äußerst eindrücklich in Sachsen-Anhalt, wo er 2013 zum künstlerischen Leiter der Sommer Musik Akademie Schloss Hundisburg ernannt wurde. Zusammen mit seinem Team ermöglicht er dort in einem ländlichen Umfeld fern der Kulturmetropolen herausragende Musikerlebnisse.

In der Saison 2017/2018 gastiert Johannes Klumpp unter anderem bei der Nordwestdeutschen Philharmonie, beim Göttinger Symphonieorchester, dem Hessischen Staatsorchester, denMünchner Symphonikern und dem MDR Sinfonieorchester Leipzig.

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Timo Jouko Herrmann

Timo J. Herrmann. © Christoph Dressler

Timo Jouko Herrmann (*1978) studierte Komposition bei Prof. Ulrich Leyendecker in Mannheim, Kenntnisse als Dirigent und Ensembleleiter erwarb er bei Prof. Klaus Arp. Herrmann promovierte im Fach Musikwissenschaft über „Antonio Salieri und dessen deutschsprachige Bühnenwerke“.

Herrmann komponierte u.a. Werke für das Gewandhaus zu Leipzig, die Opernschule der Mannheimer Musikhochschule, das Philharmonische Orchester Heidelberg sowie für das Sinfonieorchester der Justus-Liebig-Universität Gießen und das Sinfonieorchester TonArt Heidelberg.

Für seine Leistungen als Komponist, Violinist und Ensembleleiter wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kompositionspreis der SAP AG und der Stadt Walldorf, Stipendien der Wilhelm-Müller-Stiftung Mannheim, der Vereinigung „Yehudi-Menuhin – Live Music Now“ und der Händel-Akademie Karlsruhe. Seit 2009 ist Herrmann künstlerischer Leiter des Festivals „Walldorfer Musiktage“.

Mit Thomas Fey und den Heidelberger Sinfonikern sowie dem Mannheimer Mozartorchester pflegt Herrmann seit Jahren eine enge künstlerische Zusammenarbeit. Er hat für die Ensembles zahlreiche Werke neu ediert sowie den Musikern viele Arrangements „auf den Leib geschneidert“. Als musikwissenschaftlicher Berater war er an zahlreichen CD-Produktionen beteiligt, zuletzt bei der Grammy-nominierten Einspielung mit Ouvertüren und Bühnenmusiken von A. Salieri, und berät die Heidelberger Sinfoniker in künstlerischen Fragen der Programmplanung.

Reinhard Goebel

"Ich sehe die Zukunft der Orchestermusik des Barock in den Händen moderner Ensembles - der Fetisch „Originalinstrument“ hat ausgedient, nicht aber der profund gebildete Fachmann, der ein Orchester in die Tiefendimensionen der Kompositionen führt. Denn nicht das Instrument macht die Musik, sondern der Kopf !

Reinhard Goebel

Als „Ikone der Alten Musik“ verehrt ihn die Süddeutsche Zeitung und als „Erleuchtung in einem Meer  von Mittelmäßigkeit“ pries ihn die New York Times. Reinhard Goebel ist auf das Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert und ist als Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte Musik Ensembles und als unversiegbare Quelle für Repertoireschätze ein weltweit gefragter Spezialist.

Seit Mai 2018 ist er der künstlerische Leiter der Berliner Barock Solisten, mit denen ihn eine lange künstlerische Zusammenarbeit verbindet. Die gemeinsame Neuaufnahme der Brandenburgischen Konzerte für Sony Classical (2017) mit den Berliner Barock Solisten wurde von der Presse gefeiert. Eleonore Büning dazu im SWR2: Sie ist eben so romantisch, wie die legendäre Erstaufnahme, ebenso lustvoll, stürmisch, funkelnd, rauschend. Ist noch radikaler in der Tempogebung, aber total undogmatisch, was all die alten Gretchenfragen von Besetzung und Stimmung angeht. Und geht dabei ein hübsches Stück weiter in der Phrasierung, im Schönklang, in der Transparenz des Zusammenspiels und der Ausdeutung der Klangreden.“

Reinhard Goebel war Gründer und 33 Jahre lang Leiter der legendären Musica Antiqua Köln. Mit seiner Fähigkeit, als Dirigent auf einzigartige Art und Weise die Leidenschaft für Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft. Auf die Interviewfrage, ob zu viel Wissen der Musik schaden könne, antwortete er: „Das kann nicht sein, das Wissen ist doch die Quelle der Inspiration! Das ist atemberaubend. [...] Das Wissen kann berauschen. Und das Mehr-Wissen berauscht noch mehr.“ (VAN Magazin, 2.3.2016).

In den kommenden Saisons gastiert er unter anderem beim WDR und HR Sinfonieorchester, bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, beim Stuttgarter Kammerorchester, beim Budapest Festival Orchestra, bei der Tschechischen Philharmonie Prag, beim Stavanger Symphony Orchestra, bei der Tapiola Sinfonietta und beim Scottish Chamber Orchestra.

Reinhard Goebel hat u.a. mit Klangkörpern wie den Berliner Philharmoniker, der Sächsische Staatskappelle Dresden, den deutschen Rundfunk-Sinfonieorchestern von Frankfurt (HR), Köln (WDR), Hannover (NDR), München (BR), Leipzig (MDR) und Saarbrücken (SR), der Academy of Ancient Music sowie den Taipei, Melbourne und Sydney Symphony Orchestras zusammen gearbeitet. Er ist in der Nachfolge von Nikolaus Harnoncourt Professor für historische Aufführungspraxis am Mozarteum in Salzburg.

CD-Aufnahmen mit Reinhard Goebel liegen bei allen großen Labels vor: bei der Deutschen Harmonia Mundi, bei der Deutschen Grammophon, bei Sony BMG und bei Oehms Classics. Im Februar 2008 wurde Reinhard Goebel mit der südkoreanischen Geigerin Yura Lee und der bayerischen kammerphilharmonie für seine CD „Mozart in Paris“, die anlässlich des Augsburger Mozart-Fests 2007 erschien, mit dem bedeutenden „Diapason d’Or“ ausgezeichnet, ein Preis, den er zuvor bereits für  zahlreiche Aufnahmen seiner Musica Antiqua Köln entgegengenommen hatte. Im Frühjahr 2010 erhielt  er für seine von der Deutschen Grammophon neu editierte Aufnahme „Le Parnasse Francais“ mit Musica Antiqua Köln erneut den Diapason d’Or, der ihm bereits für die ursprüngliche Aufnahme aus dem Jahre 1978 verliehen worden war.

Lübeck würdigte Reinhard Goebel 1984 mit dem Buxtehude-Preis, Magdeburg 2002 mit dem Telemann-Preis. 1980 erhielt er schon den Siemens-Förderpreis und aus den Händen des späteren Bundespräsidenten Johannes Rau, 1997 den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Im April 2007 nahm Reinhard Goebel den IAMA Award in London entgegen. Er ist der Preisträger des Bach-Medaille der Stadt Leipzig, die ihm 2017 unter anderem dafür verliehen wurde, dass er pionierhaft und mit „unbändigem Eifer das Repertoire abseits der etablierten Namen erkundet“. 2015 wurde er vom BBC Music Magazine in die Liste der 20 besten Geiger aller Zeiten gewählt.

Sebastian Tewinkel

Sebastian Tewinkel
Sebastian Tewinkel. © Astrid Ackermann,
Münchner Philharmoniker

Sebastian Tewinkel zählt zweifellos zu den führenden deutschen Dirigenten seiner Generation. Er war Stipendiat der Karajan-Stiftung Berlin und des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates und gewann kurz darauf wichtige Wettbewerbe: 2000 erhielt er den ersten Preis des Dirigierwettbewerbs der Stiftung Fundação Oriente in Lissabon, 2001 den Bad Homburger Dirigentenpreis.
Tewinkel stand als Gast für Konzerte, CD- und Rundfunkproduktionen u.a. am Pult der Philharmonischen Orchester in Augsburg, Hagen, Halle und Stuttgart, bei den Bamberger Symphonikern sowie bei Rundfunk-Klangkörpern des NDR, SWR und BR. Nahezu alle deutschen Kammerorchester haben unter seiner Leitung musiziert. Im Bereich des Musiktheaters profilierte er sich mit Opernaufführungen von Verdi, Puccini, Mozart und Wagner.
Auch international wird Sebastian Tewinkel als Dirigent verpflichtet, so z.B. beim Sinfonieorchester Sofia, dem Orquestra Metropolitana Lissabon, den Festival Strings Lucerne, dem Iceland Symphony Orchestra und dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra.

Von 2002 bis 2013 war Tewinkel künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Seit 2011 ist er Professor für Orchesterleitung an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.
Ein Highlight seiner bisherigen Karriere war die Echo-Klassik Verleihung 2012, bei der Tewinkel  für die Sony/BR-Produktion von Cellokonzerten von Dvorak und Saint-Saens mit Maximilian Hornung und den Bamberger Symphonikern ausgezeichnet wurde.

Mit seinem fordernden Temperament und präziser musikalischer Vorstellungskraft schafft Tewinkel es, Klangkörper immer wieder aufs Neue zu Höchstleistungen anzustacheln und gleichzeitig kollektive Musizierfreude zu verströmen. Diese Erfahrung machten auch die Heidelberger Sinfoniker, als sie mit ihm in dem Tourneeprojekt „La Chasse“ im März 2015 erstmals gemeinsam auf der Bühne standen.

Stefan Klingele

Stefan Klingele
Stefan Klingele. © Stefan Schumacher

Stefan Klingele gastiert als Dirigent an zahlreichen europäischen Bühnen, darunter zuletzt die Semperoper Dresden, die Königliche Oper Stockholm, die Deutsche Oper am Rhein, die Wiener Volksoper, die Göteborger Oper, die Staatsoper Hannover und die Oper Oslo. In der Spielzeit 2006/07, in der Klingele als Chefdirigent die Oper Bremen leitete, wurde diese von der Zeitschrift „Die Opernwelt“ zum „Opernhaus des Jahres" gewählt. Außerdem wurde er mehrmals zum „Dirigenten des Jahres" ernannt, zuletzt für die „Tristan und Isolde"-Produktion im Sommer 2007.

In den letzten Jahren wurde Klingele häufig für Mozartaufführungen engagiert, z.B. für „Die Zauberflöte“, „Cosí fan tutte“ oder „Le Nozze di Figaro“ u.a. in Stockholm, Berlin und London. ln Konzerten leitete Klingele u.a. die Königliche Hofkapelle Stockholm, die Nürnberger Philharmoniker, das Bayerische Staatsorchester und das Dresdner Festspielorchester.

Stefan Klingele war bereits als Jugendlicher Solocellist des Akademischen Orchesterverbandes München und Assistent bei der Neuburger Kammeroper, deren musikalischer Leiter er später als 22-Jähriger wurde. Er erlangte an der Würzburger Musikhochschule Hauptfachdiplome in Dirigieren und Violoncello.

Mit seinem Credo „Positive Energie auf der Bühne überträgt sich unweigerlich ins Publikum“ hat er sich bei Musikern wie auch Zuhörern eine große Anhängerschaft erarbeitet. Mit dem Neujahrskonzert 2015 gab Stefan Klingele sein Debüt bei den Heidelberger Sinfonikern und konnte für den 1. Januar 2016 und 2017 erneut verpflichtet werden.

Frieder Bernius

Frieder Bernius
Frieder Bernius. © Gudrun Bublitz

Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem seine selbstgegründeten Ensembles: der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Konzertreisen führten ihn zu allen wichtigen internationalen Festivals. Als Gastdirigent hat er u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem London Philharmonic Orchestra und dem Stuttgarter Kammerorchester zusammen gearbeitet. Über 80 vielfach ausgezeichnete Tonträger dokumentieren sein Schaffen. Seit 1998 ist Frieder Bernius Honorarprofessor der Musikhochschule Mannheim. Zum Mendelssohn-Jahr 2009 konnte er die zwölfteilige Gesamteinspielung des geistlichen Vokalwerks Mendelssohns abschließen. 1993 wurde Frieder Bernius für seine Verdienste um das deutsche Musikleben das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, 2001 der Robert-Edler-Preis für Chormusik. 2002 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, 2004 erhielt er den Preis der Europäischen Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd und im Juni 2009 die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Frieder Bernius, der die Heidelberger Sinfoniker schon lange für seine aufregenden Einspielungen der Haydn-Sinfonien beim Label hänssler classic schätzt, wird im Oktober 2015 erstmals am Pult der Sinfoniker stehen.

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