Joseph Haydn: Sinfonien Vol. 4

Joseph Haydn: Sinfonien Vol. 4
hänssler Classic CD 98.407
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„Sturm- und Drang-Sinfonien“

Sinfonie Nr. 34 d-moll
Sinfonie Nr. 39 g-moll
Sinfonie Nr. 40 F-Dur
Sinfonie Nr. 50 C-Dur

Heidelberger Sinfoniker
Leitung: Thomas Fey

Erschienen: 2003
Aufnahme: Juli 2001, CongressForum Frankenthal (Nr. 39, 40, 50) / Januar 2003, Alte Synagoge Hirschberg-Leutershausen (Nr. 34)

 

Kritiken zu dieser CD

Was einen förmlich anspringt, ist die unerhörte klangliche Balance zwischen Streichern, Bläsern und Pauken ... Nur ganz wenigen Dirigenten gelingt es, mit Haydn so rundum zu überzeugen wie Thomas Fey.

Classics Today, Frankreich

Vielleicht sind es die heute in erhöhtem Maße Beat- und Off-Beat geübten Ohren, die plötzlich in der Lage sind, die Genialität der charakteristischen ‚Sturm-und Drang‘-Sinfonien Haydns zu erfassen. Vor allem die drei Jahre vor Beethovens Geburt entstandene g-Moll-Sinfonie wird in Drive und Rhythmik von keinem Werk Mozarts oder Beethovens wirklich übertroffen, und manch eine von Mozarts großartigen g-Moll-Kompositionen wirkt eigentlich nur wie eine Variation oder Metamorphose dieser ebenso archetypischen wie unglaublich expressiven Sinfonie. Thomas Fey und die Heidelberger Sinfoniker artikulieren den pointierten Beat der Ecksätze hier optimal und ohne Nähmaschinen-Manien, die ja gelegentlich auch Teil der Haydn-Renaissance sind. Die jäh aufblitzenden zeichenhaften Gesten haben ein scharfes Profil, und die chromatische Vorhalts-Melodik gewinnt ihre Ausdruckskraft nicht durch Forcierung, sondern aus ihrer rhythmischen Energie. Im Verhältnis zu Trevor Pinnocks extrem graphischer und klanglich eher post-barocker Einspielung ist Thomas Fey hier pastoser und eine Spur orchestraler; trotz ihrer auch im Detail diffizil ausgereizten Expressivität wirkt sein Konzept klassischer, was nicht notwendig traditioneller bedeutet. Hier wie in den drei weiteren Sinfonien verfügt Fey auch über die eher seltene Fähigkeit, noch so schlichte langsame Sätze gestisch und melodisch höchst spannungsreich zu gestalten und aus sich selbst heraus zum Singen zu bringen. Angesichts des Niveaus dieser CD wird man weiteren Aufnahmen der geplanten Gesamteinspielung mit Freude entgegensehen.

Klassik heute, Deutschland

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