Joseph Haydn: Sinfonien Vol. 9

Joseph Haydn: Sinfonien Vol. 9
hänssler Classic CD 98.517
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Sinfonie Nr. 70 D-Dur
Sinfonie Nr. 73 D-Dur "La Chasse"
Sinfonie Nr. 75 D-Dur

Heidelberger Sinfoniker
Leitung: Thomas Fey

Erschienen: 2008
Aufnahme: März / Mai 2007, Gesellschaftshaus Heidelberg-Pfaffengrund

 

Kritiken zu dieser CD

Ein Genuss! Thomas Feys letzte Haydn-Aufnahmen haben mich nicht immer restlos überzeugt, aber diese Folge ist schlicht sensationell. Auch hier ist Power nach wie vor Trumpf (manchmal mit einer leichten Tendenz zum Gewaltsamen), gepaart allerdings mit vorzüglicher Sensibilität, Detailgenauigkeit und einer geradezu besessen wirkenden Sorgfalt in Sachen Konturierung. Besonders auffällig ist die exorbitante Spielfreude aller Beteiligten.
Haydns Sinfonie Nr. 70 gilt zu Recht als außerordentlich einfallsreich, witzig, brillant und lebensbejahend. Feys Dirigat wird all diesen Eigenschaften glänzend gerecht. Hier erkennen wir wieder die Handschrift des Dirigenten, der so zwingend den Dudelsack-Effekt des Trios im dritten Satz der Sinfonie Nr. 88 herausstellt.
Das Vibrato wird sehr sparsam eingesetzt, aber jeder Haydn-Freund wird seine wahre Freude an der vorbildlichen Phrasierung und Akzentuierung haben, wie auch an der Art und Weise, wie Fey die Musik „abheben“ lässt. Feys Ansatz bewährt sich besonders eindrucksvoll im letzten Satz der „Jagd“-Sinfonie, wo sich die Hörner mit nahezu beispielloser Virtuosität um die ganze Palette der erforderlichen Farbvaleurs bemühen. Die Aufnahme enthält auch die wenig bekannte Sinfonie Nr. 75, deren langsamer Variationensatz zu Haydns schönsten Eingebungen gehört.
Für mich ist diese CD Thomas Feys beste Haydn-Aufnahme seit der Folge Nr. 3 (mit den Sinfonien 82, 88 und 95).

Christophe Huss, www.classicstodayfrance.com (Frankreich)

Das anhaltend vorzügliche Niveau der Haydn-Gesamtaufnahme mit Thomas Fey und den Heidelberger Sinfonikern bestätigt sich erneut mit der vorliegenden Folge, die zu den stärksten der bisherigen Serie gehört. Feys genaue, aber alles andere als sklavische Beachtung neuester aufführungspraktischer Erkenntnisse wirkt Wunder. Wer sich einen Eindruck von der außerordentlichen Qualität dieser Aufnahmen verschaffen will, könnte nichts Besseres tun, als sich die Gestaltung der Blechstimmen auf dem Höhepunkt der Tripelfuge im letzten Satz der Sinfonie Nr. 70 anzuhören. Die gewaltigen Kraftentfaltungen der Trompeten und Hörner lassen die Musik geradezu bestürzend modern klingen. In der Partitur sind sie genauestens markiert, vor Fey hat sich allerdings keiner getraut, sie tatsächlich so zu Gehör zu bringen. Im letzten Satz von „La Chasse“ sind die Hornrufe im von Haydn vorgeschriebenen Presto schlechterdings nicht ausführbar. Klugerweise verlangsamt Fey das Tempo entsprechend - mit fabelhafter Wirkung. Diese brillanten, höchst werkangemessenen Interpretationen sind auch klangtechnisch bestens gelungen. Dringend empfohlen!

David Hurwitz, www.classicstoday.com (USA)

Haydn-Liebhaber aufgepasst! Die neueste (und nach meinem Dafürhalten) großartigste Scheibe von Thomas Fey und seinen Heidelberger Sinfonikern liegt vor und gibt erneut Anlass zum Feiern. Wer in diese Aufnahme investiert, wird es auf keinen Fall bereuen. Mehr noch: Sie sollten wirklich zusehen, dass Sie jede einzelne CD dieser Reihe in Ihrem Plattenschrank haben!

www.musicalheritage.com (USA)

Fey kehrt den innovativen Charakter dieser drei Sinfonien hervor. Die historischen Blechinstrumente und Pauken veranstalten ein prachtvolles Strahlen und Donnern, die modernen Streicher agieren mit berückendem Charme. Unter Feys Händen wird die Tripelfuge im letzten Satz der Sinfonie Nr. 70 zu einem grandiosen Spaß, abwechselnd temperamentvoll und raffiniert.

Die erstaunliche Exzentrik der Jagd-Sinfonie (Nr. 73) kommt bestens zur Geltung. Die Hörner geben der Durchführung des ersten Satzes enormen Biss, der langsame Satz oszilliert zwischen Intimität und einem Hauch von fast visionärem Pathos, das Menuett weist deutlich auf Beethovens Pastorale voraus. Im berühmten Finale lässt Fey endgültig alles „klassische“ Wohlverhalten sausen: Das Tempo ist atemberaubend, die Lebensfreude höchst ansteckend.

Feys Lesart der 75. Sinfonie demonstriert, wie Haydn maximale Wirkung mit minimalen Mitteln erzielt. Die Variationen des langsamen Satzes entwickeln sich zwingend zu einem überzeugenden, organischen Ganzen. Das improvisierte Pauken-Solo im zweiten Teil des Menuetts passt wunderbar zum pfiffigen Charakter des ganzen Satzes. Das hinreißende Finale Satz lebt von gegensätzlichen Stimmungen, Fey setzt mit großem Aplomb auf eine dramatische Pointierung der Kontraste.

Fey riskiert viel, dirigiert ungeheuer wendig, manchmal eine Spur äußerlich vielleicht, aber immer mit großer Intelligenz. Das Ergebnis: drei der spannendsten Haydn-Deutungen, die mir in den letzten Jahren untergekommen sind.
CD des Monats 08/2008&CD des Jahres 2008

www.musicweb-international.com (England)

Wie wenige Dirigenten vor ihm – inklusive Lehrmeister Harnoncourt - revolutioniert Thomas Fey unser Haydnbild, einzig und allein mit den Mitteln einer eminent musikalischen Logik. Ich wage die Behauptung, dass Sie mir spätestens nach dem dritten Abhören dieser CD zustimmen werden: Hier eröffnet sich eine völlig neue Perspektive auf den Sinfoniker Joseph Haydn.

www.classiqueinfo-disque.com (Frankreich)

„Durchgehend fesselt Feys beherzter Zugriff und lässt die Vorfreude auf die nächsten Folgen geradezu unbändig werden. Der Orchesterklang ist einfach sensationell. Die Streicher artikulieren mit äußerster Präzision, die Pauken sind markant aber nicht übertrieben wuchtig, die Blechbläser melden sich mit angemessener Schneidigkeit zu Wort, was die Richtigkeit von Feys Entscheidung, in diesem Falle auf authentische Instrumente zurückzugreifen, aufs Schönste bestätigt. Fey wird Haydns Energie und Vitalität ohne Einschränkungen gerecht, seine musikalischen Entscheidungen von der Dynamik bis zur Tempowahl orientieren sich ausschließlich an Haydns Intentionen.“

www.allmusic.com (USA)

Die Qualität und Professionalität der deutschen Orchester – auch aus mittelgroßen Städten wie Heidelberg – ist schlicht verblüffend. Die ersten Folgen dieser Gesamtaufnahme zeichnen sich durch den geradezu erregenden Zugriff des Dirigenten und die vollkommene Transparenz des Gesamtbildes aus. Thomas Feys bedingungsloser Einsatz und seine große Affinität zu dieser Musik teilen sich unüberhörbar mit.

www.rcfenberry.fr (Frankreich)

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