Die Heidelberger Sinfoniker

Mitreißende Spielfreude, eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz und ihr ebenso spannungsreicher wie differenzierter Aufführungsstil sind zu Markenzeichen der Heidelberger Sinfoniker geworden. Mit Schwerpunkt Wiener Klassik und frühe deutsche Romantik werden sie von der internationalen Kritik zu den führenden historisch-orientierten Klangkörpern der Gegenwart gezählt. Der Interpretationsstil des Orchesters wurde entscheidend geprägt von einer intensive Schulung in historischer Aufführungspraxis bei Nikolaus Harnoncourt und ausgefeilt in der Probenarbeit des ehemaligen Dirigenten Thomas Fey, der sich wegen eines Unfalls aus der Musikwelt zurückziehen musste. Seine enthusiastische Art des Musizierens wird für das Orchester immer eine große Inspirationsquelle bleiben.

Zugleich begann die regelmäßige Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Solisten wie Fazil Say, Martin Stadtfeld, Haiou Zhang, Ragna Schirmer, Carolin Widmann, Reinhold Friedrich, Rudolf Buchbinder, Nelson Freire, Bernd Glemser, Thomas Zehetmair u. a. Tourneen führten das Orchester in viele Länder Europas, ebenfalls nach Südamerika und nach Japan.< /p>

Besonders durch ihre mehr als 50 CD-Aufnahmen, vor allem für das Label hänssler Classic, haben die Heidelberger Sinfoniker in den letzten Jahren für Aufsehen erregt – etliche Aufnahmen erhielten internationale Auszeichnungen, darunter auch die Nominierungen für Cannes Classical Award 2003 sowie für den International Classical Music Award 2011. Auch die Fachpresse feiert in seltener Einmütigkeit die ebenso vitalen wie ungewöhnlichen Interpretationen des Orchesters. Derzeit setzen die Heidelberger Sinfoniker ihre Gesamteinspielung aller Haydn-Sinfonien fort – Volume 24 erschien im Oktober 2018.

Das Orchester spielt seit dem Ausscheiden von Thomas Fey unter der Leitung ihres Konzertmeisters Benjamin Spillner (Einspielungen der Haydn-Sinfonien) oder unter Dirigenten wie Johannes Klumpp,Timo Herrmann, Stefan Klingele, Stefan Tewinkel und Frieder Bernius.

Die Heidelberger Sinfoniker
Foto: Rosa Frank